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Newsletter 4/2018

Preisträger des Klimaschutzpreis Junior 2018: „Mahlzeit – wir kochen für ein gutes Klima“ in der KEM Baden

Gratulation an die drei Badener Schulen, VS Baden-Weikersdorf, BG & BRG Baden Biondekgasse sowie HLA Baden, welche sich im Schuljahr 2017/18, zusammengeschlossen haben, um sich den Themen Lebensstil, Konsum und Ernährung im Zusammenhang mit Klimawandel und Energieverbrauch zu widmen. Entstanden sind dabei zahlreiche Aktionen und Maßnahmen, bei denen die SchülerInnen und PädagogInnen für die Herausforderungen, aber auch für Lösungskonzepte zum Klimawandel sensibilisiert wurden. KEM-Manager Dr. Gerfried Koch verrät im Kurz-Interview seine Highlights.

Ziel des Projekts, ist die Verankerung von Klima- und Energiethemen in der Schule. „Dass diese Themen im Schulalltag Platz finden, ist von großer Bedeutung. Die heutigen Kinder sind die Erwachsenen von morgen – sie gilt es mit einem Bewusstsein für einen zukunftsfähigen Lebensstil auszustatten“, ist sich Christoph Wolfsegger, Programmmanager des Klima- und Energiefonds sicher. Dafür gab es im Projekt auch reichlich Gelegenheit: Koch- und Einkaufsworkshops, Workshops zu Erneuerbare Energien sowie Lebensmittel und Energieeffizienz, diverse Exkursionen und Ausstellungen. Darunter auch die international bekannte Foto-Ausstellung „Was is(s)t die Welt“. 21 Badener Familien stellten das Fotokonzept mit ihren eigenen Wocheneinkäufen nach und konnten sich auf diese Weise mit ihren individuellen Konsumgewohnheiten auseinandersetzen. Für persönliche Gedanken und Wünsche zur Welt von morgen war ebenfalls Platz. Alle BürgerInnen wurden aufgerufen Briefe für die BadnerInnen aus 2050 zu verfassen, welche schließlich am 6. Mai 2050 feierlich geöffnet werden sollen. „Ein beeindruckendes Projekt, welches über die Schule hinaus eine Wirkung erzielt hat. Ich freue mich, dass erneut eine Klimaschule den Klimaschutzpreis Junior gewonnen hat“, so Wolfsegger. Dr. Gerfried Koch aus dem Klima- und Energiereferat der Stadtgemeinde Baden und Verantwortlicher für das Klimaschulenprojekt vor Ort, beantwortet im Kurz-Interview Fragen rund um die Inhalte von „Mahlzeit – wir kochen für ein gutes Klima“.

Wie wurde bei der Konzeption des Projekts vorgegangen?
Von Beginn an wurden die PädagogInnen sowie die Direktionen der drei beteiligten Schulen eingebunden und in jeder Phase der Umsetzung informiert. Dabei wurden das Generalthema „Ernährung, Lebensstil und Klimaschutz“, sowie alle 14 Umsetzungsprojekte gemeinsam entwickelt und auch die Kooperation unter den Schulen vereinbart. Die Abstimmung zwischen den Schulen, wie auch die Öffentlichkeitsarbeit habe ich als zuständiger KEM-Manager koordiniert.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit externen (Kooperations)Partnern?
Generell lief das sehr gut. Die eingebundenen Unternehmen haben das Projekt unterstützt und waren in Projekten, Exkursionen und Veranstaltungen eingebunden. Wir als KEM haben die teilnehmenden Unternehmen wiederrum als Kooperationspartner beworben – eine Win-Win-Situation.

Welches Ereignis hat Sie persönlich besonders begeistert?
Da gibt es sogar zwei: Zum einen der Workshop mit ZeitzeugInnen, der in der Volksschule abgehalten wurde. Großeltern haben aus ihrer Kindheit erzählt, welche Lebensmittel ihnen damals vor 60 Jahren zur Verfügung standen, wie ihr damaliges Einkaufsverhalten war, welche Bedeutung saisonale und regionale Lebensmittel hatten oder wie sie sich aushalfen, indem sie Lebensmittel haltbar machten. Das zweite Ereignis fand bei der Abschlussveranstaltung statt. Dort durften SchülerInnen aus den Briefen vorlesen, die sie für die künftigen BewohnerInnen von 2050 verfasst hatten. Wir hörten ihre Botschaften, ihre Vorstellungen und ihre Wünsche für die Zukunft.

Welche Aktivitäten/Maßnahmen sind besonders gut bei den SchülerInnen angekommen?
Die VolksschülerInnen begeisterten besonders die Kochworkshops mit der Flotten Lotte und das Einstudieren und Aufführen des Theaterstücks „um.WELT“, aber auch die Workshop mit den Großeltern. Bei den GymnasiastInnen kam besonders gut der Workshop über den ökologischen Fußabdruck mit den VolksschülerInnen an, bei dem sie in die Rolle der VermittlerInnen schlüpften. Die SchülerInnen der HLA konnten sich vor allem bei der Produktion des Koch-Videos austoben.

Was ist in weiterer Folge an den beteiligten Schulen geplant, um die Wirkung des Klimaschulen-Projektes längerfristig zu gewährleisten?
Die HLA will künftig im praktischen Unterricht noch stärker auf saisonale, regionale und biologische Lebensmittel setzen. In der Volksschule und im BRG wollen die PädagogInnen an den Themen weiterarbeiten und Klimaschutz bzw. Energie stärker in den Unterricht einbinden. Von Seiten der KEM-Baden gibt es außerdem Pläne mit dem BRG in einem Forschungsprojekt der IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis) weiterzuarbeiten. Generell werden die Schulen auch künftig durch die KEM Baden und das Energiereferat der Stadtgemeinde in der Bewusstseinsbildung und bei Schulprojekten verstärkt eingebunden.

Welche Ratschläge haben Sie für künftige BetreuerInnen von Klimaschulen?
In der Projektfindung und Planung ist eine gute und klare Abstimmung mit den PädagogInnen essentiell, dabei müssen sie die Chance bekommen ihre Ideen einbringen zu können. Ganz wichtig ist außerdem, den beteiligten Personen rechtzeitig, am besten im Schuljahr davor, den Zeitplan und eine realistische Projektplanung vorzulegen. Bei den VolksschülerInnen sollten auch die Eltern in die Projekte mit eingebunden werden, damit sie das ganze Unterfangen unterstützen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Öffentlichkeitsarbeit: Die regionalen Medien sind laufend über Umsetzungen und Ziele im Projekt zu informieren. BürgermeisterInnen und EntscheidungsträgerInnen in den KEM-Gemeinden sollen auch eingebunden werden und müssen hinter dem Projekt stehen. Es braucht also regelmäßigen Austausch und Zusammenarbeit.

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