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Newsletter 2/2018

 

Good Practice: „Nachhaltiger Konsum in der KEM Raabtal – Ich bin dabei!“ in der KEM Wirtschaftsregion mittleres Raabtal

© LEA

Insgesamt waren über 200 Kinder und PädagogInnen dabei, als es darum ging sich mit nachhaltigem Konsum im Raabtal zu beschäftigen und selbst aktiv zu werden. Im Kurz-Interview verrät die Projektverantwortliche Mag. Maria Eder von der Lokalen Energie Agentur (LEA) die Highlights des Projektes und teilt wertvolle Erfahrungen.

Für die teilnehmenden SchülerInnen war das vergangene Schuljahr in Sachen Klimaschutz ereignisreich. Mehr als 90  Maßnahmen konnten an den vier teilnehmenden Schulen umgesetzt werden. Vor allem Regionalität und der eigene Lebensstil spielten im Projekt eine wesentliche Rolle. Auf eine lebensnahe und praxisorientierte Vermittlung der Inhalte wurde besonderen Wert gelegt. Dafür wurden einerseits die Vorschläge der SchülerInnen berücksichtigt und andererseits die Einbindung von ortsansässigen Betrieben forciert – so konnten ganze 39 Betriebe und Organisationen im Projekt eingebunden werden.

Beim schulstufenübergreifenden Themen-Tag zeigte sich, dass bereits die Jüngsten zu MultiplikatorInnen werden können. Die drei Volksschulen waren mit Spannung dabei, als die SchülerInnen der NMS die Stationen vorstellten, bei denen geforscht, gespielt und geschlemmt werden durfte. Auch das von zahlreichen Eltern besuchte Abschluss-Fest war ein voller Erfolg. Rund 280 Personen waren anwesend, als die Projektarbeiten der vergangenen Monate präsentiert wurden. „Die Eltern haben es sehr begrüßt, dass dieses Projekt an unserer Schule stattgefunden hat“, teilt eine Pädagogin aus der Volksschule mit. Auch die Kinder waren mit Eifer dabei und konnten wertvolle Tipps und Leitlinien für ihr Alltagsleben mitnehmen. Maria Eder berichtet unter anderem welche weiteren, konkreten Maßnahmen realisiert wurden:

Welche Maßnahmen konnten im Zuge der EnergiedetektInnen umgesetzt werden?

„Unterschiedlichste Maßnahmen wurden umgesetzt. Die Grundlagen dazu wurden im Energiedetektive-Workshop erarbeitet. Wichtig ist, die Inhalte auf das Alter der SchülerInnen abzustimmen. Während in der NMS auch technische Fragen behandelt wurden, ging es in den Volkschulen mehr darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, wo Energie verbraucht wird und wie man diese Energie sparen kann. Besonders interessant waren für die SchülerInnen die Messungen mit dem Strommessgerät, dem Infrarot-Thermometer und dem CO2-Messgerät. Vieles konnte umgesetzt werden: In der NMS Paldau werden nun eigene Kräuter und eigenes Gemüse von den beiden Hochbeeten im Kochunterricht verwendet. In der VS Gossendorf wird Abfall vermieden, wann immer es geht. Beim Schulschlussfest wurde nur ein kleiner Kübel voll Abfall produziert. In der VS Eichkögl werden die Fenster im Winter nicht mehr gekippt und in den Pausen wird durchgelüftet. In der VS Kirchberg an der Raab wird regelmäßig kontrolliert, ob die Lichter im WC ausgeschalten sind. Viele kleine Dinge, die in der Summe einiges ausmachen!“

Welches Ergebnis hat Sie besonders begeistert?

„In der NMS Paldau kommt seit Mai 2017 frisches Gemüse im Kochunterricht zum Einsatz. Geerntet wird dies im schuleigenen Garten bestehend aus zwei Hochbeeten. Diese wurden jedoch nicht von einer Baufirma oder den Gemeindearbeitern gebaut, sondern von den SchülerInnen selbst. Auch die Planung erfolgte ausschließlich durch die SchülerInnen!“

Was ist in weiterer Folge an den beteiligten Schulen geplant, um die Wirkung des Klimaschulen-Projektes längerfristig zu gewährleisten?

„Für die Hochbeete wurden Arbeitspläne erstellt, um die durchgehende Versorgung zu gewährleisten. Immerhin sollen Kräuter und Gemüse weiterhin im Kochunterricht verwendet werden. Außerdem wurden im Zuge vom Klimaschulen-Projekten Kontakte zu Betrieben und Organisationen geknüpft, welche auch weiterhin bestehen bleiben. So können diese auch in Zukunft besucht werden. Auch die Methodenmappen werden den Schulen weiter zur Verfügung stehen. Sie enthalten Ideen für Workshops, Spiele, Experimente, Arbeitsblätter, Theaterstücke, Geschichten etc. Um weiterhin regelmäßige Messungen durchzuführen zu könne, verbleiben auch die Messgeräte und Checklisten an den Schulen. Generell haben sich einige Schulen vorgenommen Umweltthemen verstärkt in den Unterricht einzubauen.“

Was darf bei der Abschlussveranstaltung nicht fehlen?

„Selbstverständlich sollte das Schlussfest gut geplant sein, das ist klar. Auch die Öffentlichkeitsarbeit darf nicht zu kurz kommen, denn die Leute müssen über Ort, Zeitpunkt und Inhalte Bescheid wissen. Wesentlich ist es aber auch das Gelungene zu feiern und den PädagogInnen und SchülerInnen Wertschätzung für ihr Engagement entgegenzubringen. In diesem Fall war es der tosende Applaus, die gute Stimmung, das positive Feedback und die Überreichung der Urkunde durch den jeweiligen Bürgermeister an die Schulen.“

Welche Anregungen möchten Sie anderen Modellregionen-ManagerInnen (MRM) weitergeben?

„Umweltthemen sind komplex. Daher müssen Inhalte altersgerecht aufbereitet werden. Vor allem sollten Inhalte nicht zu technisch dargestellt werden. Kinder brauchen Anknüpfungspunkte – es sollte versucht werden ihre Lebensbereiche mit einzubinden. Außerdem: man sollte kein Wissen voraussetzen!“

 Wirtschaftsregion mittleres Raabtal: Ich bin dabei!  

 

Klimaschulen Ausschreibung – Einreichschluss: 22. März 2018

Logo der Klimaschulen © Klima- und Energiefonds

© Klima- und Energiefonds

Derzeit findet die 6. Ausschreibung für das Programm „Klimaschulen“ statt. Alle Interessierten Schulen und KEM-Regionen haben noch bis 22. März, 12 Uhr Zeit, sich für den neuen Zyklus zu bewerben. Lesen Sie im Ausschreibungsleitfaden, sowie in den Unterlagen zum Webinar nach, worauf Sie für eine gelungene Einreichung achten müssen! „Das  Programm „Klimaschulen“ bietet die Möglichkeit Vorzeigeprojekte in der Region zu initiieren, bei denen Kinder und junge Erwachsene sich mit der eigenen Zukunft auseinandersetzen und konkrete Maßnahmen dafür umsetzen. Dies gilt es zu unterstützen!“, ist der Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds Ingmar Höbarth überzeugt.

Weitere Informationen zur Einreichung 

 

„Best of the Rest“ rettet Lebensmittel in Schulen

Logo der Initiative Best of the Rest

© Best of the Rest

Der Kärntner Verein trägt durch seine vielfältigen Aktivitäten zur Eindämmung von Lebensmittelverschwendung bei. Dabei wird unter anderem in Workshops und Vorträgen an Schulen, Unternehmen und anderen Institutionen mit geretteten Lebensmitteln gekocht. Ziel ist es (jungen) Menschen den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln näher zu bringen, in dem über Wegwerfmentalität, kreatives Kochen, Mindesthaltbarkeitsdatum und die eigenen Sinne diskutiert wird. Wer Interesse an einen Workshop hat, kann sich unter office@bestoftherest.at informieren.

Mehr zur Initiative Best of the Rest

 

Zugschule – Kostenlose Workshops zu Mobilität und Klimaschutz

 

© Klimabündnis

In Zusammenarbeit mit ÖBB hat das Klimabündnis  interaktive Mobilitäts-Workshops  entwickelt in denen Kinder das richtige und sichere Verhalten in und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erlernen. Die kostenlosen Workshops sind für Kinder der 1. bis 4. Volksschule konzipiert, dauern 2 Unterrichtseinheiten und werden österreichweit angeboten.

Zu den kostenlosen Workshops

 
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