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Newsletter 6/2017

 

Gruppenfoto

© Sonnenwelt

Good Practice: Projekt „Klima fair handeln!“ der KEM Zukunftsraum Thayaland

In der niederösterreichischen Klima- und Energie-Modellregion Zukunftsraum Thayaland haben vier Schulen die Themen Ernährung, Lebensstil und Energie ein Schuljahr lang erarbeitet. Die Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Waidhofen/Thaya, das BG und BRG Waidhofen/Thaya, die Neue NÖ Mittelschule Waidhofen/Thaya sowie die PTS Schule für Technik und Wirtschaft Waidhofen/Thaya wählten den Projekttitel „Klima fair handeln“ und konnten in zahlreichen Workshops, bei Exkursionen und in unterschiedlichen Experimenten allerhand Wissenswertes rund um Konsum, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit lernen.

In allen vier Schulen waren die von den SchülerInnen gewählten Schwerpunktthemen Lebensstil und Ernährung federführend. Während die PädagogInnen die Themen im Regelunterricht integrierten, fanden schulspezifisch noch zusätzlich unterschiedliche Aktivitäten statt.

In der polytechnischen Schule Waidhofen/Thaya wurden vielfältige Aktivitäten durchgeführt. Angefangen von Energieworkshops, Photovoltaik-Laderworkshops und der Erstellung einer Energiezeitung bis hin zum Energiemonitoring. Im Frühjahr wurden unter der Leitung von ÖKOLOG-Umweltberaterin Lisa Schawerda rund um die Anwendung APPetizer (zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln & zur Abfallvermeidung) eine „Klimajause – Essen, das allen gut tut“ abgehalten. Dabei konnten die Lernenden ihr eigenes Ess-, Koch und Kaufverhalten reflektieren. Im Sommer hatten die SchülerInnen zudem einen Vortrag zum Thema E-Mobilität und konnten im Anschluss verschiedene E-Fahrzeuge ausprobieren und in einem Elektroauto mitfahren. Die Neue Mittelschule Waidhofen/Thaya machte einen Ausflug zum Welios Science Center, einem Mitmach-Museum mit allerhand Experimentiermöglichkeit und konnte dort für den Umgang mit Energie und Naturwissenschaften sensibilisiert werden. Die zu „EnergiedetektivInnen“ ausgebildeten SchülerInnen gingen dem Energieverbrauch ihrer Schule auf die Spur und konnten im Rahmen dessen sinnvolle Verbesserungsvorschläge zur Energieeinsparung erarbeiten. Im Baumwoll-Workshop „Der lange Weg meiner Jeans“ von SÜDWIND, erkundeten sie wiederum soziale und ökologische Aspekte des ressourcenintensiven Baumwollanbaus. Zu SelbermacherInnen wurden die SchülerInnen des Gymnasiums. Sie wurden eingeladen im Workshop „Essen und Hausmittel aus der Natur“, abgehalten von Eunike Grahofer, Lippenbalsam, Hustensirup und Salben aus Pflanzen herzustellen. Dabei lernten sie, dass Brennesseln nicht immer brennen müssen, sondern sowohl essbar als auch in der Kosmetik einsetzbar sind. Außerdem konnten sie beim Klimafrühstück die Transport-, Anbau- und Verpackungsbedingungen von unterschiedlichen Lebensmitteln erforschen und vergleichen. Ihr Einsatz als EnergiedetektivInnen bewirkte, dass Energiesparmaßnahmen im Schulgebäude zu einer jährlichen Einsparung von 1.300 kWh beitragen. Eine Befragung zur Schulverpflegung und zu Ernährungsgewohnheiten sowie zum Mobilitätsverhalten führten die SchülerInnen der HAK an allen vier Schulen durch. Dabei wurden die MitschülerInnen gefragt, wie sich ihr täglicher Schulweg gestaltet, worauf sie beim Kauf von Lebensmittel achten, oder warum sie nicht öfters das Rad nutzen. Die Fragebögen wurden anschließend ausgewertet und die Ergebnisse interpretiert. Dabei konnten die SchülerInnen einerseits Einblicke in den Lebensstil ihrer MitschülerInnen erlangen, wie auch erste Erfahrungen mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden sammeln.

Die Abschlussveranstaltung aller vier Klimaschulen fand am 2. Juni 2017 in der Aula des BG/BRG Waidhofen statt. Nach einer Vorstellung des Projekts vom MRM-Manager Ansbert Sturm, wurde das Wort den rund 150 SchülerInnen übergeben. Nacheinander stellten sie die Inhalte ihrer Projekte vor und zeigen sowohl Bilder, als auch die Umfrage- und Messergebnisse. Die SchülerInnen der NMS präsentierten gemeinsam einen selbstgetexteten Energiesong und sorgten für das musikalische Highlight der Veranstaltung. Beim anschließenden Bio-Buffet konnten sich alle Anwesenden stärken.

Die Klimaschulen der KEM Zukunftsraum Thayaland haben gezeigt, dass bereits die jüngsten wertvolle Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können und dieses Potential sieht auch Christoph Wolfsegger, zuständiger Programmmanager des Klima- und Energiefonds: „Wir sind der Meinung, dass diese Aufgaben nicht nur in den Händen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft liegen sollten, sondern auch Schülerinnen und Schüler aktiv ihre Zukunft mitgestalten können“.

Zukunftsraum Thayaland: Klima fair handeln!

 

 

 

Titelbild des Ausschreibungsleitfadens

© Klima- und Energiefonds

Klimaschulen: Bewerben Sie sich jetzt für die neue Ausschreibung!

Bereits zum sechsten Mal können sich alle Klima- und Energie-Modellregionen sowie die Schulen dieser Regionen an der Ausschreibung für das Programm „Klimaschulen” des Klima- und Energiefonds beteiligen. Ziel ist es, gemeinsam mit SchülerInnen bereits in der Schule Handlungen und Bewusstseinsbildung für eine klimagerechte und lebenswerte Zukunft zu setzen und gemeinsam Lösungskonzepte zu erarbeiten. Gesucht werden vor allem Ideen und Umsetzungen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Mobilität und Konsum-Lebensstil-Ernährung. 


Sie können bis 22.03.2018 12.00 Uhr an der aktuellen Ausschreibung teilnehmen.

zum Ausschreibungsleitfaden

Wissenswertes zur Teilnahme am Klimaschulenprojekt

 

Logo Klima- und Energiefonds und NHM Wien

© Klima- und Energiefonds/NHM Wien

Klima im Wandel – Leben im Wandel

In Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds gestaltet das Naturhistorische Museum Wien mit einer neuen Vitrine, speziellem Vermittlungsprogramm und unterschiedlichen Objekten einen thematischen Schwerpunkt zum Thema „Klima und Energie“. Seit November bietet das NHM Wien neu entwickelte Aktionsführungen für die 3. bis 8. Schulstufe und einen Workshop zum Thema „Klimawandel und Energie“ an.

Anmeldungen unter anmeldung@nhm-wien.ac.at oder 01/521 77 335

zum Bildungsprogramm

 

 

Titelbild der Broschüre "Schulbau mit Zukunft"

© BMLFUW/Lukas Schaller

Schulbau mit Zukunft

In der neuen klimaaktiv Broschüre „Schulbau mit Zukunft - Entwicklung von Bildungsbauten und Klimaschutz“ wird verdeutlicht, warum die hochwertige Renovierung von Schulbauten so wichtig ist. Dabei spielen neben Energieeffizienz-Faktoren, vor allem auch pädagogisch-didaktische Anforderungen eine zentrale Rolle. In der Publikation finden sich zahlreiche Beispiele, in denen Bildungseinrichtungen in Bezug auf Komfort, Gesundheit, Energieeffizienz und Klimaschutz umstrukturiert wurden. Eine Inspiration für den Schulbau der Zukunft! 

 Broschüre „Schulbau mit Zukunft”


 



© Technisches Museum Wien

„ON/OFF“ – Die interaktive Ausstellung zum Stromnetz

Seit November 2017 steht das Technische Museum Wien unter Strom. Die neue interaktive Dauerausstellung behandelt auf 500 m² die wichtigsten Fragen rund um das österreichische Stromnetz der Gegenwart und Zukunft. Gleichzeitig ist die Ausstellung auch ein großes Spiel: Der Zusammenhang von Energieerzeugung und Verbrauch wird in einem einzigartigen Konzept spielerisch vermittelt. Zahlreiche Hands-On machen die Funktionsweisen von Technologien erfahrbar. Begleitende Vermittlungsangebote für unterschiedlichste Schulstufen werden ebenfalls angeboten.

Mehr zur Ausstellung „ON/OFF“

 
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