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Newsletter 1/2018

Good Practice: „SonnigERleben 2 – Energie bündeln für die Zukunft“ in der KEM „Energiekultur Kulmland“

© Josef Wurzinger

Die Projektumsetzung der drei teilnehmenden Schulen – Polytechnische Schule Pischelsdorf, Volksschule Blaindorf, Volksschule St. Johann bei Herberstein – fokussierte sich auf die Schwerpunkte (Solar-)Energie, erneuerbare Energien, sowie saisonale und regionale Ernährung.  Die Modellregionsmanagerin Mag. Heidrun Kögler berichtet von den Projekterfolgen und hält wertvolle Tipps für NachahmerInnen fest.

Die Projektumsetzung der drei teilnehmenden Schulen – Polytechnische Schule Pischelsdorf, Volksschule Blaindorf, Volksschule St. Johann bei Herberstein – fokussierte sich auf die Schwerpunkte (Solar-)Energie, erneuerbare Energien, sowie saisonale und regionale Ernährung.  Die Modellregionsmanagerin Mag. Heidrun Kögler berichtet von den Projekterfolgen und hält wertvolle Tipps für NachahmerInnen fest.
Selbstständig und lebensnah konnten sich die rund 90 teilnehmenden SchülerInnen mit Aspekten des nachhaltigen Konsums, erneuerbarer Energien und des Klimaschutzes auseinandersetzen. Während des Projekts durften sich die Lernenden vor allem handwerklich betätigen: Neben der Verarbeitung von regionalen Erzeugnissen, wurden Strom-, Wärme- und Wassermessungen vorgenommen, Hochbeete und Kräuterspiralen sowie Solartrockner und Solarkocher gebaut. Für Staunen sorgte vor allem der selbstgebaute Solarkocher, da sich bei ersten Versuchen herausstellte, dass dieser selbst bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt funktioniert. Um auch den Austausch zwischen den Schulen zu stärken, wurde je ein Gerät an die Volksschulen weitergegeben. 
„In den Klimaschulen-Projekten geht es vor allem darum, dass die involvierten Personen Inhalte des Klimaschutzes, der Erneuerbaren Energie, des nachhaltigen Konsums usw. umfassend erfahren. Wenn man etwas hautnah miterlebt und einem bewusst wird, wozu bestimmte Dinge betrieben werden, dann trägt das maßgeblich zur Verhaltensänderung bei“, ist der zuständige Programmmanager des Klima- und Energiefonds Christoph Wolfsegger überzeugt. Die Sinnhaftigkeit von Projektinhalten sieht auch Frau Kögler als wesentlich an. Welche Erkenntnisse sie aus ihrem nun 2. Klimaschulen-Projekt mitnimmt, verrät sie im Kurz-Interview:
Wie wurde bei der Konzeption des Projekt vorgegangen?
Die Projekte wurden in Abstimmung mit den zuständigen Personen in den Schulen und mir gestaltet. Es war uns ein Anliegen, dass die Schulen mit Freude im Projekt mitarbeiten und dass LehrerInnen und DirektorInnen keine Inhalte umsetzen müssen, mit denen sie nichts anfangen können und an denen sie selber keine Freude haben. Bereits in der Planungsphase wurden alle möglichen externen Experten und regionalen Stakeholder eingebunden und in die Planung der Inhalte miteinbezogen. 
Welche Tipps haben Sie für andere Modellregionen-ManagerInnen (MRM)?
Geht es um die Einreichung neuer Projektideen würde ich sagen, dass eine Kombination von eigenen Ideen, Best-Practice-Beispielen und den Ideen der Schulen einen guten Ausgangspunkt darstellen kann. Es ist dann noch viel Kreativität und Flexibilität gefragt, aber es hilft beim Anfangen. 
Geht es um die tatsächliche Umsetzung, empfehle ich eine nachvollziehbare Kommunikation. Es braucht klare Zuständigkeiten und im besten Fall eine lang-, kurz- und mittelfristige Planung. Wer mit Schulen zusammenarbeitet muss bedenken, dass diese gewisse Rahmenbedingungen mitbringen. Die Terminplanung – beispielsweise für die Abschlussveranstaltung –ist etwas, was sehr früh erfolgen sollte. 
Wie konnten Sie KooperationspartnerInnen für das Projekt gewinnen?
Da unsere KEM bereits über viele Kontakte verfügt, war eine gemeinsame Planung von Anfang an möglich. Wir konnten ExpertInnen und Leute aus der Wirtschaft ins Projekt einbinden – das war auch wichtig, damit das Thema für die Kinder greifbarer wird.
Was ist besonders gut bei den SchülerInnen angekommen und was können Sie weiterempfehlen?
Ich denke, dass Interaktion ganz wesentlich ist. Es gab im Projekt keine passiven Vorträge, bei denen die Schüler nur zuhören mussten. Im Projekt wurden Methoden wie Fragerunden, Quiz, Open-Space, Peer-to-Peer Learning, Jugendrat und Gruppendiskussionen angewendet. Und natürlich durfte auch handwerklich einiges ausprobiert werden: Upcycling, Gartenarbeit, Bau der Solarkocher. Es bietet sich einfach an was Neues auszuprobieren!
Was braucht es Ihrer Meinung nach für eine gelungene Abschlussveranstaltung?
Bei einer Klimaschulen-Abschlussveranstaltung ist es natürlich wesentlich alle möglichen Kriterien eines Green-events zu berücksichtigen. Dazu gehört unter anderem auch, dass man Essen aus der Region und Saison und nach Möglichkeit auch biologisch angebaut anbietet. Bei der Abschlussveranstaltung bietet es sich außerdem an Projektinhalte, die übers ganze Jahr erarbeitet wurden, zu präsentieren und in Form von Plakaten, Präsentationen, kurzen Theaterstücken oder Liedern aufzuführen. 
Eine gute Veranstaltung sollte auch schon lange vorab geplant werden. Dabei sollte der/dem ManagerIn aber klar sein, dass er/sie diese Veranstaltung nicht auf eigene Faust planen und organisieren kann. Auch hier sind die Mithilfe und die Begeisterung der PädagogInnen wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Umsetzung. Daher war es mir immer sehr wichtig die Ideen der PädagogInnen aufzunehmen und im Optimalfall zu versuchen lang gehegte Wünsche zu verwirklichen – natürlich sollen es dabei um klima- und energierelevante Themen gehen, um das Thema des Projektes nicht zu verfehlen. 
Wichtig für das gesamte Projekt ist, dass eine Win-Win Situation für alle Beteiligten entsteht, dass alle Ideen gehört und im Rahmen der Möglichkeiten verwirklicht werden. Kreativität, Freude am Schaffen und Stolz auf das Geschaffte spielen hier eine wesentliche Rolle. 
KEM-Managerin des Jahres 2017 
Sabine Watzlik ist seit etlichen Jahren für nachhaltige Energie- und Mobilitätsprojekte in der Klima- und Energiemodellregion Vöckla-Ager zuständig. Die Modellregionsmanagerin hat bereits zahlreiche Projekte in ihrer Region umgesetzt und hat noch einiges vor: Radwegenetze, Sharing-Konzepte für E-Autos und Projekte mit Gewerbebetrieben und der Landwirtschaft stehen unter anderem auf dem Programm. Ihr  Klimaschulen-Projekt „Energie sparen – Frieden bewahren“ wurde 2017 mit dem Klimaschutzpreis Junior ausgezeichnet. Was es als MRM braucht? „Wunderwuzzi“-Sein. Von allem ein bisschen was, sagt sie selbst. Wir gratulieren recht herzlich!
Spiel zum nachhaltigen Tourismus
„Reise Gamble“ heißt das neue Kartenspiel des FORUM Umweltbildung. Es beschäftigt sich mit der Frage, welchen Preis beliebte Urlaubsdestinationen für die Natur in Österreich haben. Die Spielenden schlüpfen dabei in die Rollen verschiedener Charaktere und versuchen ihre eigenen Ziele durch die richtig gewählten Urlaubsdestinationen zu erreichen. Neben Taktik und Verhandlungsgeschick, dürfen dabei die gemeinschaftlichen Ressourcen nicht aus den Augen verloren werden, also spielt auch die Zusammenarbeit aller SpielerInnen eine wesentliche Rolle. Für Lehrpersonen werden hilfreiche Begleitinformationen beigelegt. Das Spiel kann ab sofort im Webshop des FORUM Umweltbildung vorbestellt werden! 
Erscheinungsdatum: Jänner 2018 
Zielgruppe: ab 14 Jahren 
Kosten: 12 Euro zzgl. Versandkosten
Comic zu den Sustainable Development Goals (SDGs)
Gerade komplexe Themen gilt es für SchülerInnen anschaulich darzustellen. Dass sich Comics dafür besonders eignet, zeigt die Geschichte von „The Planet and the 17 Goals“.  In dieser 20-seitigen in englischer Sprache verfassten Bildgeschichte dreht sich alles um die Vermittlung der Sustainable Development Goals. Dank unterstützender Bilder gelingt das sehr gut. Der Comic eignet sich für den Englischunterricht ab der Sekundarstufe II und kann durch die Vielfältigkeit der SDG‘s in vielen Unterrichtsfächern Einsatz finden!
Hier klicken um den gratis Comic herunterzuladen: Pdf einfügen 
Weitere Comics zu den SGDs: 
Faktencheck Energiewende 2017/2018
Der von Klima- und Energiefonds und Erneuerbare Energie Österreich herausgegebene Faktencheck beschäftigt sich mit aktuellen Daten und Argumenten in der klima- und energiepolitischen Diskussion. Aufgeteilt auf 10 Kapitel werden gängige Mythen durch Fakten entkräftet. Eine gute Basis für Argumentationen und durchaus auch für den Einsatz in Oberstufen geeignet.
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Selbstständig und lebensnah konnten sich die rund 90 teilnehmenden SchülerInnen mit Aspekten des nachhaltigen Konsums, erneuerbarer Energien und des Klimaschutzes auseinandersetzen. Während des Projekts durften sich die Lernenden vor allem handwerklich betätigen: Neben der Verarbeitung von regionalen Erzeugnissen, wurden Strom-, Wärme- und Wassermessungen vorgenommen, Hochbeete und Kräuterspiralen sowie Solartrockner und Solarkocher gebaut. Für Staunen sorgte vor allem der selbstgebaute Solarkocher, da sich bei ersten Versuchen herausstellte, dass dieser selbst bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt funktioniert. Um auch den Austausch zwischen den Schulen zu stärken, wurde je ein Gerät an die Volksschulen weitergegeben. 

„In den Klimaschulen-Projekten geht es vor allem darum, dass die involvierten Personen Inhalte des Klimaschutzes, der Erneuerbaren Energie, des nachhaltigen Konsums usw. umfassend erfahren. Wenn man etwas hautnah miterlebt und einem bewusst wird, wozu bestimmte Dinge betrieben werden, dann trägt das maßgeblich zur Verhaltensänderung bei“, ist der zuständige Programmmanager des Klima- und Energiefonds Christoph Wolfsegger überzeugt. Die Sinnhaftigkeit von Projektinhalten sieht auch Frau Kögler als wesentlich an. Welche Erkenntnisse sie aus ihrem nun 2. Klimaschulen-Projekt mitnimmt, verrät sie im Kurz-Interview:

Wie wurde bei der Konzeption des Projekt vorgegangen?

"Die Projekte wurden in Abstimmung mit den zuständigen Personen in den Schulen und mir gestaltet. Es war uns ein Anliegen, dass die Schulen mit Freude im Projekt mitarbeiten und dass LehrerInnen und DirektorInnen keine Inhalte umsetzen müssen, mit denen sie nichts anfangen können und an denen sie selber keine Freude haben. Bereits in der Planungsphase wurden alle möglichen externen Experten und regionalen Stakeholder eingebunden und in die Planung der Inhalte miteinbezogen." 

Welche Tipps haben Sie für andere Modellregionen-ManagerInnen (MRM)?

"Geht es um die Einreichung neuer Projektideen würde ich sagen, dass eine Kombination von eigenen Ideen, Best-Practice-Beispielen und den Ideen der Schulen einen guten Ausgangspunkt darstellen kann. Es ist dann noch viel Kreativität und Flexibilität gefragt, aber es hilft beim Anfangen. 

Geht es um die tatsächliche Umsetzung, empfehle ich eine nachvollziehbare Kommunikation. Es braucht klare Zuständigkeiten und im besten Fall eine lang-, kurz- und mittelfristige Planung. Wer mit Schulen zusammenarbeitet muss bedenken, dass diese gewisse Rahmenbedingungen mitbringen. Die Terminplanung – beispielsweise für die Abschlussveranstaltung –ist etwas, was sehr früh erfolgen sollte." 

Wie konnten Sie KooperationspartnerInnen für das Projekt gewinnen?

"Da unsere KEM bereits über viele Kontakte verfügt, war eine gemeinsame Planung von Anfang an möglich. Wir konnten ExpertInnen und Leute aus der Wirtschaft ins Projekt einbinden – das war auch wichtig, damit das Thema für die Kinder greifbarer wird."

Was ist besonders gut bei den SchülerInnen angekommen und was können Sie weiterempfehlen?

"Ich denke, dass Interaktion ganz wesentlich ist. Es gab im Projekt keine passiven Vorträge, bei denen die Schüler nur zuhören mussten. Im Projekt wurden Methoden wie Fragerunden, Quiz, Open-Space, Peer-to-Peer Learning, Jugendrat und Gruppendiskussionen angewendet. Und natürlich durfte auch handwerklich einiges ausprobiert werden: Upcycling, Gartenarbeit, Bau der Solarkocher. Es bietet sich einfach an was Neues auszuprobieren!"

Was braucht es Ihrer Meinung nach für eine gelungene Abschlussveranstaltung?

"Bei einer Klimaschulen-Abschlussveranstaltung ist es natürlich wesentlich alle möglichen Kriterien eines Green-events zu berücksichtigen. Dazu gehört unter anderem auch, dass man Essen aus der Region und Saison und nach Möglichkeit auch biologisch angebaut anbietet. Bei der Abschlussveranstaltung bietet es sich außerdem an Projektinhalte, die übers ganze Jahr erarbeitet wurden, zu präsentieren und in Form von Plakaten, Präsentationen, kurzen Theaterstücken oder Liedern aufzuführen. 

Eine gute Veranstaltung sollte auch schon lange vorab geplant werden. Dabei sollte der/dem ManagerIn aber klar sein, dass er/sie diese Veranstaltung nicht auf eigene Faust planen und organisieren kann. Auch hier sind die Mithilfe und die Begeisterung der PädagogInnen wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Umsetzung. Daher war es mir immer sehr wichtig die Ideen der PädagogInnen aufzunehmen und im Optimalfall zu versuchen lang gehegte Wünsche zu verwirklichen – natürlich sollen es dabei um klima- und energierelevante Themen gehen, um das Thema des Projektes nicht zu verfehlen. 

Wichtig für das gesamte Projekt ist, dass eine Win-Win Situation für alle Beteiligten entsteht, dass alle Ideen gehört und im Rahmen der Möglichkeiten verwirklicht werden. Kreativität, Freude am Schaffen und Stolz auf das Geschaffte spielen hier eine wesentliche Rolle." 

Kulmland: SonnigERleben 2 – Energie bündeln für die Zukunft

 

 

© Robert Koch

KEM-Managerin des Jahres 2017 ausgezeichnet

 

Sabine Watzlik ist seit etlichen Jahren für nachhaltige Energie- und Mobilitätsprojekte in der Klima- und Energiemodellregion Vöckla-Ager zuständig. Die Modellregionsmanagerin hat bereits zahlreiche Projekte in ihrer Region umgesetzt und hat noch einiges vor: Radwegenetze, Sharing-Konzepte für E-Autos und Projekte mit Gewerbebetrieben und der Landwirtschaft stehen unter anderem auf dem Programm. Ihr  Klimaschulen-Projekt „Energie sparen – Frieden bewahren“ wurde 2017 mit dem Klimaschutzpreis Junior ausgezeichnet. Was es als MRM braucht? „Wunderwuzzi“-Sein. Von allem ein bisschen was, sagt sie selbst. Wir gratulieren recht herzlich!

Presseinformation zur Auszeichnung

 

© Valerie Tiefenbacher / FORUM Umweltbildung

Spiel zum nachhaltigen Tourismus

 

„Reise Gamble“ heißt das neue Kartenspiel des FORUM Umweltbildung. Es beschäftigt sich mit der Frage, welchen Preis beliebte Urlaubsdestinationen für die Natur in Österreich haben. Die Spielenden schlüpfen dabei in die Rollen verschiedener Charaktere und versuchen ihre eigenen Ziele durch die richtig gewählten Urlaubsdestinationen zu erreichen. Neben Taktik und Verhandlungsgeschick, dürfen dabei die gemeinschaftlichen Ressourcen nicht aus den Augen verloren werden, also spielt auch die Zusammenarbeit aller SpielerInnen eine wesentliche Rolle. Für Lehrpersonen werden hilfreiche Begleitinformationen beigelegt. Das Spiel kann ab sofort im Webshop des FORUM Umweltbildung vorbestellt werden! 

Erscheinungsdatum: Jänner 2018
Zielgruppe: ab 14 Jahren
Kosten: 12 Euro zzgl. Versandkosten

Weitere Information zum Spiel

 

 

© Klima- und Energiefonds/Erneuerbare Energie Österreich

Faktencheck Energiewende 2017/2018

Der von Klima- und Energiefonds und Erneuerbare Energie Österreich herausgegebene Faktencheck beschäftigt sich mit aktuellen Daten und Argumenten in der klima- und energiepolitischen Diskussion. Aufgeteilt auf 10 Kapitel werden gängige Mythen durch Fakten entkräftet. Eine gute Basis für Argumentationen und durchaus auch für den Einsatz in Oberstufen geeignet.

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