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Konakt

Klima- und Energiemodellregion Krems
Obere Landstraße 4
3500 Krems

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Ansprechpartner

MRM Christian Braun

Klima- und Energiemodellregion Krems

Projektbeschreibung

Der Klimawandel betrifft alle in Österreich, insbesondere auch die Städte. Durch die Versiegelung des urbanen Raums und das Zubetonieren von grünen Flächen gehen die Vorteile von natürlicher Beschattung und Abkühlung im Sommer verloren. Das Ergebnis sind urbane „Hot Spots“ und ein immer höherer Energiebedarf für Klimatisierung, der diesen Kreislauf nur noch weiter anheizt. Fünf Kremser Schulen demonstrieren in diesem Projekt, wie die gezielte Begrünung von Gebäuden eine nachhaltige Antwort auf diese (und andere) Herausforderungen des Klimawandels in Städten sein kann. Die Schulen werden zum Beispiel das Flachdach der Kremser Sporthalle begrünen sowie ausge-wählte Fassaden der beteiligten Schulgebäude. Dadurch soll aufgezeigt werden, wie begrünte Dächer im Sommer helfen können, das Gebäude natürlich zu kühlen und das Mikroklima zu verbessern. Ein von den Schulen zentral an-gelegter „Urban Farming“ Schaugarten, wiederum, der für die allgemeine Bevölkerung zugänglich gemacht werden soll, soll aufzeigen, dass es bei klimaverträglicher Stadt-planung auch um nachhaltige Eigenversorgung geht.

Teilnehmende Schulen

  • HTL Krems
  • HAK Krems
  • Mary Ward Privat-ORG Krems
  • NMS Krems
  • VS Krems-Egelsee
Ergebnisse

 

  • An allen Schul-Standorten wurde eine bleibende grüne Infrastruktur errichtet (Fassadenbegrünung, Öko-Garten, Innenraumbegrünung, etc.), damit ist auch die langfristige Verankerung der behandelten Themen (Klimaschutz, Klimawandelanpassung, nachhaltige Lebensmittelversorgung, etc.) in jeder Schule sichergestellt. Nicht zuletzt, weil die zuständigen PädagogInnen auch in Zukunft die verwirklichten Begrünungsmaßnahmen in den Unterricht (Biologie, Kochen, Werken, etc.) einfließen lassen werden.
  • Nach Planungsworkshops mit Profis vom Dachverband für Bauwerksbegrünung entwarfen die SchülerInnen der HTL Krems technischen Pläne für mehrere Fassadenbegrünung (Volksschule Egelsee, Mary Ward ORG, HTL) eine begrünte Pergola (HAK Krems), sowie begrünte Möbel aus alten Paletten. Ein Großteil der Pläne wurde im Rahmen des Projekts, mit der Hilfe von Sponsoren, Umsetzungspartnern und teilweise mit der Mitarbeit der SchülerInnen, umgesetzt
  • Die SchülerInnen der HAK Krems entwickelten – nach einem inspirierenden Workshop mit Experten – ein eigenes Crowdfunding-Konzept für die Errichtung eines vertikalen Gartens in einem HAK-Klassenzimmer (Innenraumbegrünung). Die eigentliche Errichtung konnte aus zeitlichen Gründen nicht mehr vor Schulschluss umgesetzt werden, wird allerdings mit der Hilfe von Sponsoren und Umsetzungspartnern im Herbst 2017 verwirklicht. Ebenfalls waren sie für eine altersgerechte Öffentlichkeitsarbeit über Soziale Medien (Facebook, Instagram, etc.) zuständig, entwarfen das Green City Logo und betrieben die Facebook-Seite. Außerdem entwickelten Sie gemeinsam mit einem Sponsor ein Gewinnspiel, mit dem Sie insbesondere Kremser Jugendliche auf das Projekt und seine Hintergründe aufmerksam machen wollten
  • Die SchülerInnen der NMS Krems machten mehrere Exkursionen zum Thema Öko-„Gartln“ und Urban Farming (z.B. Arche Noah, Kittenberger Gärten) und lernten u.a. über die Bedeutung von ökologischem Saatgut und den Anbau von gesundem Bio-Gemüse und Obst. Sie verwerteten sogleich ihr neues Wissen und legten – mit der Hilfe von ExpertInnen von Natur im Garten – einen neuen Öko-Schulgarten an. Gleichzeitig entwickelten Sie eine peer-to-peer Workshop-Reihe u.a. zu den Themen Klimawandel, regionale Lebensmittel und Müllvermeidung. Sie luden dann andere Kremser Schulen zu den Workshops ein (VS Egelsee, VS Hafnerplatz) und begeisterten die teilnehmenden Kinder für diese Themen. Die umfangreichen Aktivitäten der NMS kulminierten dann sogar in einer Einreichung beim österreichischen Klimaschutz-Preis Junior.
  • Die SchülerInnen der VS Egelsee erstellten gemeinsam mit einem bekannten Künstler aus Deutschland auf vier großen Leinwänden (2x2,4m) mit Wasserfarben eindrucksvolle Bilder zu vier Zukunftsfragen: „die Zukunft der Umwelt“, „die Zukunft der Ernährung“, „die Zukunft der Mobilität“ und „die Zukunft der Energie“. Analog schufen auch die SchülerInnen des MW ORG solche Gemälde, wodurch der Öffentlichkeit die unterschiedlichen Sichtweisen von verschiedenen Altersgruppen präsentiert wurden. Dies geschah unteranderem im Rahmen der internationalen Jahrestagung des Klimabündnis im Oktober 2016 am Campus der Donau-Uni Krems, sowie beim Green-City Abschlussfest.
  • Sollte es der KEM Krems in Zukunft auch noch gelingen, die nötigen Sponsorenmittel für die Dachbegrünung des Weingut der Stadt Krems aufzustellen, so würde dadurch für die Schulen eine zusätzliche Möglichkeit entstehen, diese Themen langfristig in den Unterricht zu integrieren. Im Plan vom Weingut ist ja auch das Errichten einer Aussichtsplattform vorgesehen, die in Zukunft von Kremser Schulklassen z.B. im Rahmen des Ökologie-/Biologieunterrichts genutzt werden kann um über die Vorteile von Gebäudebegrünungen für die Klimawandelanpassung mit Hilfe von Anschauungsobjekten zu lernen
  • Stufenbeet@ KEM Krems
  • Palettenbänke@ KEM Krems
  • grünes Klassenzimmer@ KEM Krems
  • VSEgelseeFassadenbegrnung@ KEM Krems
 
Schulen in Klima- und Energie-Modellregionen: Klimaschulen