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Energieautarke Region Pyhrn-Priel
Linzerstraße/5
4582 Spital am Pyhrn

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Leopold Postlmayr

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Klimaschulenprojekt Pyhrn-Priel

Projektbeschreibung

Das Nutzerverhalten kann besonders gut im Bereich der Beleuchtung sichtbar gemacht und analysiert werden. Es geht in dem Projekt "Nutzer- und Konsumverhalten in neuem Licht" darum, das Nutzerverhalten ins Bewusstsein zu rufen und Einsparungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bezüglich Konsumverhalten geht es darum, die Unterschiede zwischen regionalen Produkten und jenen mit langen Transportwegen sichtbar zu machen. Durch Licht (Beleuchtung) werden die Dinge erst sichtbar. Zusätzlich hat es auch direkte Auswirkungen auf den Menschen.

Teilnehmende Schulen

•    VS Rosenau, Rosenau 102, 4581 Rosenau am Hengstpass
•    VS Mitterweng, Mitterweng 1, 4582 Spital am Pyhrn
•    VS Vorderstoder, Vorderstoder 73, 4574 Vorderstoder
•    HS1 Windischgarsten, Schulstraße 18, 4580 Windischgarsten

Ergebnisse

Die Energiekostenmessungen deckten 3 wesentliche Punkte auf:
1. Viele der selten verwendeten Geräte werden nach der Benützung konsequent wieder aus-gesteckt oder über schaltbare Steckdosenleisten vom Netz getrennt.
2. Es dominieren die ineffizienten Geräte. Das liegt zu einem großen Teil an den sehr kleinen Budgets der kleinen Volksschulen. In der Hauptschule sieht es diesbezüglich besser aus.
3. Einige Geräte, die keiner auf der Rechnung hatte, stellten sich als Stromfresser heraus (z.B.: Radio, Kopierer, Laserdrucker). Zusätzlich verschärft wird diese Problematik durch Geräte, deren „Aus“-Schalter sie nicht wirklich vom Netz trennt (z.B.: Drucker, Kopierer, …)

  • Als Reaktion auf diese Erkenntnisse, werden ineffiziente Geräte durch effizientere ersetzt, wenn es die finanziellen Mittel der Schule zulassen. Was leider nur sehr selten der Fall ist. Deshalb bleibt oft nur die Möglichkeit, die Geräte möglichst über schaltbare Steckerleisten sicher vom Netz zu trennen oder händisch auszustecken. Selbstverständlich wurden die Lehrer über die möglichst effiziente Verwendung der Geräte aufgeklärt.
  • Den Schülern und Lehrern ist jetzt deutlich bewusster, wie wichtig das richtige Nutzerverhalten ist. Dabei sind meist Einsparungen > 10% möglich. In besonderen Fällen können auch deutlich mehr als 50% drinnen sein. Es war klar erkennbar, dass der bereits begonnene Weg der Schüler und Lehrer nicht nur fortgesetzt, sondern sogar intensiviert wird. Von den Schülern und Lehrern wurden diese Aktionen sehr positiv wahrgenommen. Bei den Eltern überwiegen die positiven Rückmeldungen. Ein paar wenige Eltern waren nicht davon begeistert, dass sie von ihren Kindern in diesem Bereich zurechtgewiesen wurden. Die gewonnen Daten bilden die Grundlage für die Energiebuchhaltung und das Bonusmodell Schule (Klimabündnis). Da es sich fast ausschließlich um Abgangsgemeinden handelt, muss der, vom Ver-ein Energieautarke Region Pyhrn-Priel, entworfene Mustervertrag von der IKD (Direktion für Inneres und Kommunales) genehmigt werden. Die Einreichung erfolgte im April. Trotz mehrerer Nachfragen konnte bis dato keine Entscheidung erreicht werden. Die Mitarbeiter vom Verein Energieautarke Region Pyhrn-Priel bleiben weiter an der Sache dran. Durch das Bonusmodell Schule würde sich das Engagement der Lehrer und Schüler zusätzlich positiv aus das Schulbudget auswirken. Sie hätten dann die Möglichkeit kleine Investitionen selbst zu finanzieren.
  • Die Schüler, Lehrer und Eltern haben einen Überblick über die verschiedenen Leuchtmittel erhalten. Sie wissen jetzt, dass auch LED-Systeme keine Allheilmittel darstellen. Bei Fragen zu diesen Themen können sie sich an die Mitarbeiter des Vereins Energieautarke Region Pyhrn-Priel wenden. Weil die Präsentationen mit dem Leuchtmittelkoffer gut angekommen sind, wurden ein Leuchtmittelkoffer und dazugehörige Leuchtmittel gekauft. Somit müssen nicht knapp 400 km für den Transport des Leuchtmittelkoffers gefahren werden, um sich den Leuchtmittelkoffer, von der Firma Schiffler Lichttechnik in Traun, für Vorführungen auszuleihen. Das ermöglicht natürlich auch eine flexiblere Termingestaltung. Die Lichtworkshops werden, aller Voraussicht nach, zu einem fixen Bestandteil des Unterrichts
  • Im Bereich der Lebensmittel ist die Gesunde Jause zu einem Fixpunkt geworden. In den Volksschulen ist geplant, mindestens einmal im Jahr mit den Schülern selbst gepresste Säfte zu erzeugen und diese zu verkosten. Damit wird eine intensivere Beschäftigung mit den Themen regionale Lebensmittel und Saisonalität gewährleistet. In der, durch die Zusammenlegung der beiden Hauptschulen entstehenden Neuen Mittelschule, werden die Lebensmittel- und Konsumworkshops fix in den Unterricht integriert, sofern der Lehrplan dies zulässt. Diesbezüglich werden gerade die letzten Punkte geklärt. Gerade in den Hauptschulen bzw. Neuen Mittelschulen sind diese Themen besonders wichtig. Bei den Schülern handelt es sich schließlich um die Konsumenten von morgen.
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